PRAXIS
Warum die Trennung der Schritte so viel bringt
Wird Summary Writing als einzelner Schreibauftrag gestellt, liefert die Rückmeldung meist ein Gesamturteil: zu lang, zu nah am Original, zu viele Details. Für die Überarbeitung ist das wenig hilfreich, weil unklar bleibt, an welcher Stelle die Entscheidung falsch fiel.
Sind die drei Schritte getrennt dokumentiert, zeigt sich der Befund unmittelbar. Wer bereits in Teil 1 zwölf statt sechs Sinnabschnitte markiert, wird zwangsläufig zu lang – die Ursache liegt in der Gliederung, nicht im Formulieren.
Für die Lehrkraft bedeutet das eine schnellere Korrektur. Ein Blick auf Teil 1 und 2 genügt häufig, um die Rückmeldung zu formulieren, ohne den gesamten Text gegen den Ausgangstext prüfen zu müssen.
Befund
Zu viele Sinnabschnitte
Werden in Teil 1 fast so viele Abschnitte wie Absätze markiert, fehlt die Unterscheidung zwischen Hauptaussage und Ausführung.
Befund
Stichworte zu nah am Text
Wenn die Notizen ganze Formulierungen des Originals enthalten, wandern sie fast sicher in die Summary – der Befund liegt in Teil 1.
Kriterium
Selbstkontrolle in vier Fragen
Alles im Present Simple? Keine Zitate? Keine Meinung? Ohne Vorlage verständlich? Diese vier Fragen verhindern die häufigsten Abzüge.