Warum die Klassenstufe wichtiger ist als das Fach
Die häufigste Ursache für Frust bei der Hausaufgabenhilfe ist nicht ein falsches Ergebnis, sondern eine Erklärung auf dem falschen Niveau. Wer in Klasse 6 nach Brüchen fragt und eine Antwort mit Termumformung und Definitionsmenge bekommt, versteht anschließend weniger als vorher. Umgekehrt hilft einer Zwölftklässlerin die anschauliche Tortendiagramm-Erklärung nicht weiter, wenn im Leistungskurs ein sauberer Beweis verlangt wird.
Deshalb ist dieser Bereich nach Jahrgang gegliedert und nicht nach Fach allein. Jede der 64 Seiten geht von dem aus, was in dieser Stufe bereits bekannt sein darf, und benennt die typischen Stolperstellen des Jahrgangs. In Klasse 7 ist das im Fach Mathematik meist der Übergang von der Zahl zur Variablen, in Klasse 9 die Verbindung von Funktion und Graph, in der Oberstufe die Frage, warum ein Verfahren funktioniert und nicht nur wie es ausgeführt wird.
Genauso verhält es sich in den sprachlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern. Eine Textanalyse in Klasse 8 fragt nach Aufbau und Absicht, dieselbe Textsorte in Klasse 11 nach Wirkung, Kontext und Gegenposition. Wer die Stufe richtig wählt, bekommt Rückmeldungen, die zur nächsten Klassenarbeit passen – und nicht zu einer, die zwei Jahre entfernt liegt.
Der Tutor-Agent von Skillsquare beginnt in allen Stufen mit einer Rückfrage statt mit der fertigen Lösung. Der Unterschied zwischen den Jahrgängen liegt darin, wie weit er dabei geht: In der Unterstufe führt er in kleinen Schritten und mit vielen Zwischenkontrollen, in der Oberstufe verlangt er den eigenen Ansatz zuerst und korrigiert anschließend die Begründung.