Erst das Papier, dann das Werkzeug
Die meisten gescheiterten KI-Einführungen an Schulen scheitern nicht an der Technik. Sie scheitern daran, dass eine Lehrkraft begeistert startet, die erste Elternbeschwerde eintrifft und niemand ein Dokument vorlegen kann, das die Nutzung beschreibt. Deshalb stehen in dieser Übersicht die organisatorischen Vorlagen gleichberechtigt neben dem Unterrichtsmaterial.
Die Reihenfolge, die sich in der Praxis bewährt hat, beginnt mit der Nutzungsordnung. Sie hält fest, in welchen Situationen KI erlaubt ist, wie ihr Einsatz gekennzeichnet wird und was als Täuschungsversuch gilt. Darauf baut der Elternbrief auf, der dieselben Regeln in verständlicher Sprache erklärt, und die Einwilligungsvorlage, die dort greift, wo Lernende selbst Inhalte eingeben. Erst danach lohnt der Blick auf das Material.
Beim Unterrichtsmaterial ist der Lösungsteil der eigentliche Zeitgewinn. Ein differenziertes Arbeitsblatt ohne Lösungen verlagert die Arbeit nur nach hinten. Die Vorlagen in dieser Sammlung enthalten deshalb durchgängig eine Lösung, die zum jeweiligen Niveau passt – und bei den Rubriken zusätzlich die Formulierungen, mit denen sich eine Bewertung gegenüber Eltern begründen lässt.
Die vier Unterrichtseinheiten zu Prompting, Chancen und Risiken, Urheberrecht und Deepfakes decken den Teil ab, der sich nicht delegieren lässt: die Auseinandersetzung mit dem Werkzeug selbst. Sie sind als Doppelstunde angelegt und funktionieren ohne Geräte für die Lernenden, wenn die Ausstattung das nicht hergibt.