PRAXIS
Warum Demobeispiele in die Irre führen
Produktseiten zeigen Beispiele, die für das jeweilige Werkzeug günstig sind: ein klar strukturierter Text, eine typische Aufgabe, ein sauberes Foto. Im Schulalltag sind die Ausgangslagen anders – handschriftlich, unvollständig, mit ungewöhnlichen Aufgabenstellungen.
Deshalb ist die Auswahl der Testaufgaben der wichtigste Teil eines Vergleichs. Sinnvoll sind drei eigene Aufgaben, darunter eine bewusst schwierige: eine unleserliche Handschrift, eine Aufgabe mit Skizze oder ein Text mit Fachbegriffen aus dem eigenen Unterricht.
Erst diese Aufgaben zeigen den entscheidenden Unterschied. Er liegt selten im Funktionsumfang, sondern in der Zeit, die nach der automatischen Verarbeitung noch für Nachbearbeitung anfällt – und genau diese Zeit sollte gemessen und notiert werden.
Testaufgabe
Handschriftliche Klassenarbeit
Ein Foto einer echten Schülerarbeit zeigt, wie zuverlässig die Erkennung ist – der häufigste Unterschied zwischen Anbietern.
Testaufgabe
Aufgabe mit Skizze
Eine Physikaufgabe mit gezeichnetem Schaltplan prüft, ob nicht nur Text, sondern auch Darstellung berücksichtigt wird.
Kriterium
Zeit bis zur Verwendbarkeit
Nicht die Bearbeitungsdauer der Software zählt, sondern die Zeit, bis das Ergebnis ohne weitere Korrektur nutzbar ist.