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Promptkarten für Lehrkräfte: Rolle, Ziel, Format, Kriterien

Der Unterschied zwischen einem brauchbaren und einem unbrauchbaren Ergebnis liegt meist im Auftrag. Die Promptkarten fassen vier Bestandteile zusammen, die in fast jedem schulischen Anwendungsfall fehlen.

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AUF EINEN BLICK

Die vier Bestandteile eines guten Auftrags

Ein Auftrag an ein Sprachmodell funktioniert wie ein Arbeitsauftrag an eine Vertretungskraft: Ohne Rolle, Ziel, Format und Kriterien entsteht etwas Beliebiges, das anschließend überarbeitet werden muss.

  • Rolle: Wer soll antworten – Fachlehrkraft, Korrektorin, Lernbegleiter?
  • Ziel: Was soll entstehen, für welche Klassenstufe und welchen Anlass?
  • Format: Umfang, Aufbau, Anzahl der Aufgaben, mit oder ohne Lösung.
  • Kriterien: Woran erkennen Sie, dass das Ergebnis brauchbar ist?

SO NUTZEN SIE DIE KARTEN

Vom groben Wunsch zum präzisen Auftrag

Die Karten sind als Gedächtnisstütze gedacht, nicht als Textbaustein zum Abschreiben.

  • Rolle und Klassenstufe immer angeben – beides verändert das Ergebnis erheblich.
  • Das Ziel als beobachtbare Handlung formulieren, nicht als Thema.
  • Umfang und Aufbau vorgeben, sonst wird das Ergebnis zu lang.
  • Zwei bis drei Qualitätskriterien nennen, an denen Sie prüfen.
PRAXIS

Drei Anwendungsfälle mit eigenen Schwerpunkten

Material, Feedback und Differenzierung verlangen jeweils andere Angaben im Auftrag.

Material

Aufgaben mit Lösung

Hier zählen Klassenstufe, Aufgabentyp, Anzahl und die Vorgabe, dass ein Erwartungshorizont mitgeliefert wird.

  • Aufgabentyp nennen
  • Anzahl vorgeben
  • Lösung anfordern

Feedback

Rückmeldung mit Kriterien

Entscheidend ist, die eigenen Bewertungskriterien mitzugeben – sonst bewertet das Modell nach einem allgemeinen Maßstab.

  • Kriterien mitgeben
  • Adressat nennen
  • Tonfall festlegen

Differenzierung

Zwei Niveaus, ein Lernziel

Der Auftrag muss ausdrücklich verlangen, dass das fachliche Ziel gleich bleibt und nur die Hilfen sich unterscheiden.

  • Lernziel fixieren
  • Hilfen beschreiben
  • Niveaus benennen
SCHRITT FÜR SCHRITT

Vom ersten Versuch zum verlässlichen Auftrag

Vier Schritte, die aus einem unbefriedigenden Ergebnis einen wiederverwendbaren Auftrag machen.

Materialentwurf Promptkarten für Lehrkräfte
01

Aufgaben mit Lösung

02

Rückmeldung mit Kriterien

03

Zwei Niveaus, ein Lernziel

04

Zu offener Auftrag

05

Mit vier Bestandteilen

1

Vier Bestandteile notieren

Rolle, Ziel, Format und Kriterien werden stichwortartig festgehalten, bevor der Auftrag formuliert wird.

  • Rolle festlegen
  • Ziel formulieren
  • Format bestimmen
2

Ergebnis an den Kriterien prüfen

Prüfen Sie gezielt gegen die vorher notierten Kriterien statt gegen einen allgemeinen Eindruck.

  • Kriterien durchgehen
  • Abweichung notieren
  • Ursache suchen
3

Genau einen Bestandteil nachschärfen

Wird alles gleichzeitig geändert, bleibt unklar, welche Angabe gewirkt hat.

  • einen Punkt ändern
  • erneut prüfen
  • Wirkung notieren
4

Bewährten Auftrag sichern

Ein Auftrag, der funktioniert, wird gespeichert und im Fachbereich geteilt – das spart allen Zeit.

  • Auftrag speichern
  • im Team teilen
  • Anlass vermerken

HINTERGRUND

Warum Kriterien der wirksamste Bestandteil sind

Rolle, Ziel und Format sind schnell ergänzt und verbessern das Ergebnis spürbar. Der größte Effekt geht jedoch von den Kriterien aus – also von der Angabe, woran ein brauchbares Ergebnis erkennbar ist.

Der Grund liegt auf der Hand: Ohne Kriterien wird nach einem allgemeinen Maßstab gearbeitet, der mit den Anforderungen einer bestimmten Lerngruppe wenig zu tun hat. Mit Kriterien entsteht ein Ergebnis, das sich an Ihrer Erwartung messen lässt.

Für den schulischen Alltag heißt das: Bewertungsraster, Erwartungshorizonte und Aufgabenformate, die ohnehin vorliegen, sind die wertvollsten Bestandteile eines Auftrags. Sie müssen nicht neu geschrieben, sondern nur mitgegeben werden.

Vorher

Zu offener Auftrag

„Erstelle Aufgaben zu Bruchrechnung.“ Ergebnis: beliebiger Umfang, unklares Niveau, keine Lösung.

Nachher

Mit vier Bestandteilen

„Als Mathematiklehrkraft für Klasse 6: acht Aufgaben zum Addieren ungleichnamiger Brüche, steigende Schwierigkeit, mit Erwartungshorizont und typischen Fehlerbildern.“

Hinweis

Ergebnisse bleiben prüfpflichtig

Auch ein präziser Auftrag ersetzt nicht die fachliche Kontrolle. Rechenwege und Lösungen sollten vor dem Einsatz gegengelesen werden.

REDAKTIONELLE VERTIEFUNG

Promptkarten für Lehrkräfte: Aufträge, die brauchbare Ergebnisse liefern

Die Qualität eines KI-Ergebnisses hängt weniger vom Werkzeug ab als vom Auftrag. Die Karten fassen vier Bestandteile zusammen, die im Schulalltag den größten Unterschied machen: Rolle, Ziel, Format und Kriterien.

AUFBAU

Vier Angaben, die fast immer fehlen

Die Rolle legt die fachliche Perspektive fest, das Ziel beschreibt die gewünschte Handlung samt Klassenstufe, das Format bestimmt Umfang und Aufbau, und die Kriterien benennen, woran das Ergebnis gemessen wird. Fehlt eine dieser Angaben, entsteht Nacharbeit.

Besonders wirksam ist die Formulierung des Ziels als beobachtbare Handlung. „Aufgaben zu linearen Funktionen“ ist ein Thema; „Aufgaben, in denen aus zwei Punkten der Funktionsterm bestimmt wird“ ist ein Ziel, das ein brauchbares Ergebnis erzwingt.

  • Rolle und Klassenstufe angeben
  • Ziel als Handlung formulieren
  • Format und Umfang vorgeben

ITERATION

Immer nur einen Bestandteil ändern

Wenn ein Ergebnis nicht passt, liegt die Ursache meist in einem einzigen fehlenden Bestandteil. Wird der Auftrag vollständig umformuliert, bleibt unklar, welche Angabe die Verbesserung bewirkt hat – und der nächste Auftrag beginnt wieder von vorn.

Bewährt hat sich deshalb, gezielt nachzuschärfen: erst das Format, dann die Kriterien, dann die Rolle. Nach zwei bis drei Durchgängen liegt ein Auftrag vor, der sich für vergleichbare Anlässe wiederverwenden lässt.

  • einen Bestandteil je Durchgang ändern
  • Wirkung notieren
  • funktionierenden Auftrag sichern

TEAM

Bewährte Aufträge im Fachbereich teilen

Ein Auftrag, der ein gutes Arbeitsblatt erzeugt hat, funktioniert meist auch für Kolleginnen und Kollegen desselben Fachs. Eine gemeinsame Sammlung spart Einarbeitungszeit und sorgt zugleich für vergleichbare Materialqualität.

Sinnvoll ist, zu jedem gespeicherten Auftrag den Anlass und die Klassenstufe zu vermerken. So lässt sich später erkennen, ob er sich übertragen lässt oder ob eine Anpassung nötig ist.

  • Sammlung im Fachbereich anlegen
  • Anlass und Stufe vermerken
  • Anpassungen dokumentieren

Bessere Aufträge, weniger Nacharbeit

Nutzen Sie die vier Bestandteile für Ihren nächsten Auftrag und geben Sie Ihr Bewertungsraster mit – das verändert das Ergebnis am stärksten.

FAQ

Häufige Fragen

Die Kriterien. Wenn Sie Ihr Bewertungsraster oder Ihren Erwartungshorizont mitgeben, entsteht ein Ergebnis, das sich an Ihrer Erwartung messen lässt statt an einem allgemeinen Maßstab.
Nein. Vier bis fünf Zeilen genügen meist, wenn Rolle, Ziel, Format und Kriterien enthalten sind. Länge allein verbessert das Ergebnis nicht.
Ergebnisse können variieren. Umso wichtiger sind die Kriterien: Sie machen überprüfbar, ob das Ergebnis brauchbar ist, statt sich auf einen Gesamteindruck zu verlassen.
Nein. Auch ein präziser Auftrag liefert Ergebnisse, die vor dem Einsatz gegengelesen werden müssen – besonders Rechenwege, Jahreszahlen und Quellenangaben.

Starten Sie mit dem Plan, der am besten zu Ihnen passt.

Ob Schüler:in, einzelne Lehrkraft oder ganzes Kollegium – wir haben das richtige Angebot für Ihren Unterricht.

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