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Unterrichtseinheit Prompting kostenlos nutzen

Prompting zu unterrichten heißt nicht, Formulierungstricks zu vermitteln. Es geht darum, Anfragen präzise zu stellen, Ausgaben systematisch zu prüfen und die Grenzen des Werkzeugs zu erkennen.

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AUF EINEN BLICK

Was diese Unterrichtseinheit leisten soll

Eine gute Prompting-Einheit vermittelt drei Dinge: dass die Präzision der Anfrage die Qualität der Antwort bestimmt, dass jede Ausgabe geprüft werden muss, und dass es Aufgaben gibt, für die diese Werkzeuge ungeeignet sind. Der dritte Punkt wird am häufigsten übergangen.

  • Baustein 1: Präzision – Rolle, Kontext, Aufgabe, Format als Bestandteile einer Anfrage.
  • Baustein 2: Prüfung – Ausgaben systematisch auf Fehler kontrollieren statt übernehmen.
  • Baustein 3: Grenzen – erkennen, wofür das Werkzeug ungeeignet ist.
  • Umfang: drei bis vier Unterrichtsstunden, fächerübergreifend einsetzbar.

ENTSCHEIDUNGSHILFE

Was die Einheit wirksam macht

Die Prüfkompetenz ist wichtiger als die Formulierungskompetenz – Modelle ändern sich, das kritische Lesen bleibt.

  • Den Prüfbaustein nicht kürzen, auch wenn die Zeit knapp wird.
  • Mit einer Aufgabe arbeiten, deren richtige Antwort die Klasse kennt – nur so werden Fehler sichtbar.
  • Bewusst eine Aufgabe einbauen, bei der das Werkzeug scheitert.
  • Fachliche Anbindung herstellen: Prompting im Fachunterricht statt isoliert.
AUFBAU DER EINHEIT

Drei Bausteine in drei bis vier Stunden

Von der präzisen Anfrage über die Prüfung zur Grenzerfahrung.

Stunde 1

Präzision der Anfrage

Dieselbe Aufgabe wird mit einer vagen und einer präzisen Anfrage gestellt. Der Vergleich der Ausgaben macht den Unterschied unmittelbar sichtbar.

  • vage und präzise vergleichen
  • Bestandteile benennen
  • selbst formulieren

Stunde 2

Ausgaben systematisch prüfen

Eine Ausgabe zu einem bekannten Thema wird auf Fehler untersucht. Die Klasse kennt die richtige Antwort – die Fehler werden dadurch belegbar.

  • bekanntes Thema wählen
  • Fehler markieren
  • Prüfroutine entwickeln

Stunde 3

Grenzen erfahren

Eine Aufgabe, bei der das Werkzeug zuverlässig scheitert – etwa eine erfundene Quellenangabe oder eine aktuelle Zahl – macht die Grenzen konkret.

  • Scheitern erlebbar machen
  • Ursache besprechen
  • Konsequenz ableiten
SCHRITT FÜR SCHRITT

Von der Vorbereitung zur Auswertung

Vier Schritte für die Durchführung der Einheit.

Materialentwurf Unterrichtseinheit Prompting
01

Präzision der Anfrage

02

Ausgaben systematisch prüfen

03

Grenzen erfahren

04

Vage gegen präzise

05

Erfundene Quellenangabe

1

Fachliche Anbindung wählen

Wählen Sie ein Thema aus Ihrem Fach, das die Klasse bereits kennt – nur dann sind Fehler in den Ausgaben überprüfbar.

  • bekanntes Thema wählen
  • Fach anbinden
  • Vorwissen sichern
2

Vergleichsaufgabe vorbereiten

Formulieren Sie eine vage und eine präzise Anfrage zur selben Aufgabe. Der Vergleich ist der Einstieg in die Einheit.

  • zwei Anfragen vorbereiten
  • Unterschied planen
  • Vergleich anleiten
3

Prüfaufgabe mit bekanntem Ergebnis

Nutzen Sie einen Sachverhalt, dessen richtige Darstellung die Klasse kennt – so werden Abweichungen belegbar statt vermutet.

  • Sachverhalt festlegen
  • Ausgabe erzeugen
  • Abweichungen belegen
4

Prüfroutine festhalten

Am Ende steht eine gemeinsam erarbeitete Prüfroutine, die künftig bei jeder Nutzung angewendet wird.

  • Routine formulieren
  • schriftlich festhalten
  • in Folgestunden anwenden

PRAXIS

Warum der Prüfbaustein der wichtigste ist

Prompting-Techniken veralten schnell. Formulierungen, die bei einem Modell gute Ergebnisse liefern, sind bei der nächsten Generation überflüssig – die Systeme werden besser darin, auch vage Anfragen sinnvoll zu interpretieren.

Was bleibt, ist die Prüfkompetenz. Die Fähigkeit, eine flüssig formulierte Ausgabe daraufhin zu untersuchen, ob sie fachlich zutrifft, ob Quellen existieren und ob Zahlen stimmen, wird nicht dadurch überflüssig, dass die Modelle besser werden.

Deshalb sollte der Prüfbaustein den größten Raum einnehmen. Am wirksamsten ist er, wenn die Klasse den Sachverhalt kennt: Ein Fehler, den die Lernenden selbst belegen können, wirkt anders als eine allgemeine Warnung vor Ungenauigkeiten.

Unterrichtsbaustein

Vage gegen präzise

Dieselbe Aufgabe, einmal als "schreib was über den Klimawandel", einmal mit Adressat, Umfang, Fokus und Textsorte.

Grenzerfahrung

Erfundene Quellenangabe

Die Klasse prüft eine genannte Quelle und stellt fest, dass sie nicht existiert – eine Erfahrung, die keine Warnung ersetzt.

REDAKTIONELLE VERTIEFUNG

Unterrichtseinheit Prompting: Prüfen ist wichtiger als Formulieren

Eine Prompting-Einheit sollte nicht Techniken vermitteln, die in einem Jahr überholt sind, sondern eine Haltung: präzise fragen, systematisch prüfen, Grenzen kennen.

PRÄZISION

Vier Bestandteile einer brauchbaren Anfrage

Eine präzise Anfrage benennt vier Dinge: den Kontext, in dem die Antwort gebraucht wird, die konkrete Aufgabe, das gewünschte Format und den Adressaten. Fehlt eines davon, muss das System raten – und trifft dabei häufig nicht das Gewünschte.

Der Unterschied lässt sich im Unterricht unmittelbar zeigen. Die Anfrage "erklär mir Photosynthese" und die Anfrage "erkläre die Photosynthese für eine achte Klasse in fünf Sätzen ohne chemische Formeln" führen zu deutlich verschiedenen Ausgaben.

  • Kontext und Adressat benennen
  • Aufgabe und Format festlegen
  • Unterschied im Vergleich zeigen

PRÜFUNG

Flüssige Formulierung ist kein Wahrheitsindiz

Sprachmodelle formulieren gleichbleibend souverän, unabhängig davon, ob der Inhalt zutrifft. Diese Entkopplung von Sprachqualität und Richtigkeit ist der wichtigste Punkt der gesamten Einheit und lässt sich nur an Beispielen vermitteln.

Wirksam ist ein Sachverhalt, den die Klasse sicher beherrscht. Wenn Lernende in einer flüssig formulierten Ausgabe einen Fehler zu einem Thema finden, das sie gerade behandelt haben, entsteht ein Misstrauen, das keine allgemeine Warnung erzeugt.

  • Sprachqualität und Richtigkeit trennen
  • bekannten Sachverhalt zur Prüfung nutzen
  • Fehler belegen lassen

GRENZEN

Wofür diese Werkzeuge nicht taugen

Zu den bekannten Schwächen gehören erfundene Quellenangaben, Unsicherheiten bei aktuellen Ereignissen und Fehler bei mehrstufigen Berechnungen. Diese Grenzen sollten nicht behauptet, sondern im Unterricht erfahren werden.

Eine wirksame Aufgabe besteht darin, eine genannte Quelle tatsächlich zu suchen. Stellt die Klasse fest, dass Titel und Autor plausibel klingen, die Quelle aber nicht existiert, ist eine Erfahrung entstanden, die länger trägt als jede Warnung.

  • Quellenangaben überprüfen lassen
  • Grenzen erfahrbar machen
  • Konsequenzen gemeinsam ableiten

Unterrichtseinheit an Ihr Fach anpassen

Geben Sie Fach, Klassenstufe und ein bekanntes Thema an und erhalten Sie die passenden Materialien.

FAQ

Häufige Fragen

Drei bis vier Unterrichtsstunden. Der Prüfbaustein sollte den größten Anteil erhalten – er vermittelt die Kompetenz, die auch dann noch trägt, wenn sich die Werkzeuge geändert haben.
Für alle, wobei die fachliche Anbindung wichtig ist. Wählen Sie ein Thema aus Ihrem Fach, das die Klasse bereits beherrscht – nur dann werden Fehler in den Ausgaben belegbar.
Weil sie schnell veralten. Modelle werden besser darin, auch vage Anfragen zu interpretieren. Die Prüfkompetenz dagegen bleibt unabhängig von der Modellgeneration relevant.
Ja. Geben Sie Fach, Klassenstufe und ein bekanntes Thema an; der Material-Agent erzeugt die Aufgabenblätter und Vergleichsbeispiele passend dazu.

Starten Sie mit dem Plan, der am besten zu Ihnen passt.

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