PRAXIS
Warum die Skalierung vor dem ersten Punkt kommt
Der häufigste Grund für ein neu gezeichnetes Koordinatensystem ist eine zu späte Entscheidung über die Achsen. Wer die Nullstelle bei x gleich 14 erst bemerkt, nachdem er ein Kästchen pro Einheit gewählt hat, beginnt von vorn. Deshalb lohnt es sich, zuerst die Kennpunkte zu berechnen und erst danach zu entscheiden, wie viele Einheiten ein Kästchen darstellt.
Der zweite Punkt betrifft die Wertetabelle. Sie ist ein nützliches Hilfsmittel, wenn der Funktionstyp unbekannt ist – bei linearen und quadratischen Funktionen ist sie meist überflüssig. Achsenabschnitt und Steigung reichen für eine Gerade vollständig aus; bei einer Parabel genügen Scheitelpunkt, Öffnungsrichtung und je ein Punkt links und rechts davon.
Die Kontrolle schließlich sollte am Term stattfinden und nicht am Aussehen. Ein Graph kann glatt und plausibel wirken und trotzdem nicht zur Gleichung passen. Wer zwei eingetragene Punkte durch Einsetzen prüft, findet solche Abweichungen sofort – und erkennt außerdem, ob ein Vorzeichenfehler im Term steckt.