PRAXIS
Warum die Probe mit Zahlen das beste Kontrollwerkzeug ist
Beim Vereinfachen von Termen gibt es kein Ergebnis, das offensichtlich falsch aussieht – anders als bei einer Gleichung, wo eine unsinnige Lösung auffällt. Umso wertvoller ist eine Probe, die ohne Verständnis der Umformung funktioniert: Man setzt eine beliebige Zahl in den ursprünglichen und in den vereinfachten Term ein. Kommt zweimal derselbe Wert heraus, ist die Umformung mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt.
Sinnvoll sind dabei zwei verschiedene Werte, und möglichst nicht null oder eins – diese neutralisieren viele Fehler. Mit x gleich zwei und x gleich minus drei fallen fast alle Vorzeichen- und Klammerfehler auf. Der Korrektur-Agent kann diese Probe übernehmen und die Stelle markieren, an der die beiden Terme auseinanderlaufen.
Die häufigste Fehlerquelle bleibt das Minus vor einer Klammer. Aus fünf minus in Klammern zwei x minus drei wird nicht fünf minus zwei x minus drei, sondern fünf minus zwei x plus drei. Wer sich angewöhnt, das Minus als Faktor minus eins zu lesen und über der Klammer zu notieren, macht diesen Fehler deutlich seltener.