PRAXIS
Warum die Atommasse keine Massenzahl ist
Im Periodensystem steht unter dem Symbol meist eine Zahl mit Nachkommastellen. Sie ist ein gewichteter Mittelwert über die natürlich vorkommenden Isotope und deshalb keine ganze Zahl. Die Massenzahl eines einzelnen Isotops ist dagegen immer ganzzahlig und ergibt sich aus Protonen plus Neutronen.
Wird der Tabellenwert gerundet und als Massenzahl verwendet, entstehen bei Aufgaben zur Neutronenzahl systematische Fehler – besonders bei Elementen mit stark verschiedenen Isotopenanteilen. Es lohnt sich, diese Unterscheidung einmal ausdrücklich aufzuschreiben.
Ähnlich verhält es sich bei Trends. Die Aussage, der Atomradius nehme in einer Periode nach rechts ab, ist erst dann eine chemische Aussage, wenn die zunehmende Kernladung bei gleichbleibender Schalenzahl als Grund genannt wird. Ohne diese Begründung bleibt es eine gemerkte Pfeilrichtung.
Übungsformat
Zwei Spalten je Element
Links steht, was direkt abgelesen wurde, rechts, was aus der Position gefolgert wurde. Die Trennung macht Denkfehler sofort sichtbar.
Trendaufgabe
Zwei Elemente vergleichen
Statt einer allgemeinen Regel wird ein konkreter Vergleich verlangt – mit Angabe der Richtung und einer Begründung über Kernladung oder Schalenzahl.