PRAXIS
Warum der offene Chat im Lernkontext schwierig bleibt
Ein allgemeiner Assistent ist darauf ausgelegt, die gestellte Frage möglichst gut zu beantworten. Genau das ist im Lernkontext das Problem: Auf die Frage nach der Lösung folgt die Lösung, und der Schritt, an dem das Verständnis abbricht, wird übersprungen.
Mit sorgfältigen Anweisungen lässt sich das teilweise steuern. In der Praxis hält diese Steuerung jedoch selten über mehrere Nachrichten hinweg, und sie muss von jeder Lehrkraft und jeder lernenden Person immer wieder neu hergestellt werden.
Ein schulischer Workflow legt diese Steuerung fest: Der Tutor-Agent stellt Rückfragen, bevor er Hinweise gibt, und die vollständige Lösung erscheint erst zur Kontrolle. Der Preis dafür ist ein engerer Funktionsumfang – für offene Erkundungen bleibt ein allgemeiner Assistent flexibler.
Einsatzfall
Ideen für eine Unterrichtsstunde
Hier spielt ein offener Assistent seine Stärke aus: schnelle Varianten, ungewöhnliche Zugänge, kein personenbezogener Datenbezug.
Einsatzfall
Korrektur eines Klassensatzes
Hier zählen hinterlegte Kriterien, Wiederholbarkeit und der Umgang mit Schülerdaten – dafür ist ein schulischer Ablauf ausgelegt.
Hinweis
Prüfen statt vertrauen
Unabhängig vom Werkzeug gilt: Quellenangaben und Zahlen müssen unabhängig geprüft werden, bevor sie in Material oder Rückmeldungen einfließen.