PRAXIS
Warum die Dokumentation den Pilot überhaupt möglich macht
Der häufigste Grund, warum ein KI-Vorhaben an einer Schule stecken bleibt, ist nicht Ablehnung, sondern Unklarheit. Solange niemand aufschreiben kann, welche Daten wohin fließen, kann auch niemand verantwortlich zustimmen – und das Vorhaben bleibt in der Schwebe.
Eine einseitige Skizze löst das oft. Sie hält fest, welche Eingaben vorgesehen sind, ob personenbezogene Daten überhaupt vorkommen, wer Zugriff hat und wie die Löschung erfolgt. Auf dieser Grundlage können Schulleitung, Datenschutzbeauftragte und gegebenenfalls der Schulträger eine begrenzte Freigabe erteilen.
Wichtig ist die Datierung. Landesseitige Hinweise, Empfehlungen und Anbieterangaben ändern sich; ein Prüfvermerk ohne Datum ist nach einem halben Jahr wertlos. Diese Seite ersetzt keine rechtliche Prüfung und gibt keine Auskunft über den jeweils aktuellen Stand der Vorgaben in Nordrhein-Westfalen.
Pilotbeispiel
Differenzierung in Klasse 7
Ein Mathematik-Fachteam erzeugt sechs Wochen lang differenzierte Übungsblätter und erfasst, wie viele Aufgaben ohne Änderung einsetzbar waren.
Dokumentation
Eine Seite genügt
Datenweg, Zuständigkeiten, Freigabedatum und Abbruchkriterien passen auf ein Blatt – und machen die Entscheidung später nachvollziehbar.