HINTERGRUND
Warum die vollständige Liste der Betroffenen entscheidet
Utilitaristische Argumentationen kippen fast immer an derselben Stelle: Eine Gruppe wird übersehen. Wer nur die unmittelbar Beteiligten betrachtet, kommt schnell zu einem klaren Ergebnis – das sich ändert, sobald mittelbar Betroffene einbezogen werden.
Deshalb ist das Auflisten kein Formalismus, sondern der eigentliche Prüfschritt. Es zwingt dazu, Nebenfolgen zu benennen, und macht die Rechnung nachvollziehbar, auch wenn andere zu einem anderen Ergebnis kommen.
Der zweite entscheidende Punkt ist die Verteilung. Der Utilitarismus verrechnet Nutzen und Schaden, ohne zu fragen, wie sie sich verteilen. Diese Schwäche zu benennen gehört zu jeder vollständigen Antwort – auch dann, wenn du utilitaristisch argumentierst.
Aufgabentyp
Fall utilitaristisch prüfen
Optionen, Betroffene und Folgen werden aufgelistet, bevor eine Empfehlung formuliert wird.
Aufgabentyp
Theorien vergleichen
Dieselbe Situation wird utilitaristisch und pflichtethisch geprüft; der Unterschied im Ergebnis wird erklärt.
Rückmeldung
Betroffene fehlen
Die häufigste Lücke ist eine unvollständige Liste – genau diese Stelle wird markiert.