Thüringen · Schul-KI

KI Schule Thüringen sinnvoll einführen

Ein KI-Pilot scheitert selten an der Technik und häufig an ungeklärten Zuständigkeiten. Diese Seite ordnet die Schritte für Thüringer Schulen: Wer entscheidet, wer prüft, wer begleitet – und woran Sie den Nutzen nach einem Halbjahr messen.

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AUF EINEN BLICK

Wofür diese Seite gedacht ist

Schulleitungen brauchen keine weitere Liste von Werkzeugen, sondern einen belastbaren Ablauf: begrenzter Anwendungsfall, geklärte Rollen, dokumentierte Datenschutzprüfung und eine Auswertung, die im Kollegium trägt.

  • Für wen: Schulleitungen, Steuergruppen und Medienbeauftragte an Thüringer Schulen aller Schularten.
  • Verbindliche Auskünfte kommen von Schulaufsicht, Schulträger und der schulischen Datenschutzrolle – nicht von einer Anbieterseite.
  • Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung; sie strukturiert die Schritte, die Sie ohnehin gehen müssen.
  • Zeitrahmen: ein Halbjahr Pilot mit zwei bis drei Lerngruppen reicht für eine belastbare Entscheidung.

ENTSCHEIDUNGSHILFE

Was vor dem Start geklärt sein muss

Vier Punkte, deren Klärung später Wochen spart – und die eine Diskussion in der Konferenz versachlichen.

  • Anwendungsfall statt Werkzeugauswahl: Was genau soll leichter werden – Korrektur, Material, Rückmeldung, Förderung?
  • Rollen: Wer verantwortet die Einführung, wer die Datenschutzdokumentation, wer die fachliche Begleitung im Kollegium?
  • Beteiligung: Personalrat, Elternvertretung und Schülervertretung frühzeitig einbeziehen, nicht nachträglich informieren.
  • Kriterien für die Auswertung vorab festlegen – sonst entscheidet nach einem Halbjahr der Eindruck.
SCHUL-WORKFLOW

Vom Anwendungsfall zum Regelbetrieb

Drei Bausteine, die einen Pilot von einem unverbindlichen Ausprobieren unterscheiden.

Mandat

Auftrag und Laufzeit

Ein Pilot braucht einen schriftlichen Auftrag mit Ziel, Laufzeit, beteiligten Klassen und Auswertungstermin.

  • Ziel benennen
  • Laufzeit festlegen
  • Termin setzen

Rahmen

Datenschutz dokumentieren

Verarbeitungszweck, Datenarten, Serverstandort und Auftragsverarbeitung gehören dokumentiert, bevor Daten fließen.

  • Zweck festhalten
  • Datenarten prüfen
  • Vertrag klären

Nutzen

Wirkung belegen

Erhoben wird, wo Zeit gespart wurde und ob Rückmeldungen bei den Lernenden ankommen – nicht die Zahl der Logins.

  • Zeit erfassen
  • Feedbackqualität
  • Rückmeldung Lernende
SCHRITT FÜR SCHRITT

Vom Pilot zum verlässlichen Schulalltag

Vier Schritte, die sich in einem Schulhalbjahr umsetzen lassen.

Schul-Workflow KI Schule Thüringen
01

Auftrag und Laufzeit

02

Datenschutz dokumentieren

03

Wirkung belegen

04

Zwei Fachschaften, ein Halbjahr

05

Was tatsächlich gemessen wird

1

Anwendungsfall festlegen

Die Steuergruppe beschreibt einen konkreten Fall, etwa Korrektur und Rückmeldung in zwei Fachschaften.

  • Fach wählen
  • Klassen festlegen
  • Ziel formulieren
2

Rahmen klären

Datenschutzprüfung, Beteiligung der Gremien und Zuständigkeiten werden vor dem ersten Einsatz dokumentiert.

  • Datenschutz prüfen
  • Gremien beteiligen
  • Rollen benennen
3

Begleitet erproben

Die beteiligten Lehrkräfte tauschen sich regelmäßig aus; Probleme werden festgehalten statt einzeln gelöst.

  • Kurze Treffen
  • Probleme notieren
  • Material teilen
4

Auswerten und entscheiden

Am Ende steht eine Auswertung entlang der vorab gesetzten Kriterien – mit einer klaren Empfehlung.

  • Kriterien prüfen
  • Ergebnis teilen
  • Entscheidung treffen

PRAXIS

KI-Einführung in Thüringen: erst der Rahmen, dann das Werkzeug

Die häufigste Ursache für gescheiterte Digitalprojekte an Schulen ist nicht das Werkzeug, sondern die fehlende Klärung im Vorfeld. Wenn nach vier Wochen die Frage auftaucht, ob Schülerdaten überhaupt verarbeitet werden dürfen, ist der Pilot faktisch beendet – unabhängig davon, wie gut die Software funktioniert.

Deshalb steht am Anfang der Anwendungsfall und nicht die Produktauswahl. Aus einem klar beschriebenen Fall ergeben sich fast alle weiteren Fragen von selbst: welche Daten verarbeitet werden, wer Zugang braucht, welche Gremien zu beteiligen sind und woran der Erfolg gemessen wird.

Skillsquare arbeitet mit DSGVO-konformen Prozessen und Servern in Deutschland und stellt Rollen für Lehrkräfte und Lernende bereit. Die schulinterne Dokumentation, die Abstimmung mit Schulträger und Schulaufsicht sowie die Beteiligung der Gremien bleiben Aufgabe der Schule – und sind der Teil, der über den Erfolg entscheidet.

Pilotaufbau

Zwei Fachschaften, ein Halbjahr

Deutsch und Mathematik erproben Korrektur und Rückmeldung; ausgewertet wird entlang vorab gesetzter Kriterien.

Auswertung

Was tatsächlich gemessen wird

Korrekturzeit pro Klassensatz, Qualität der Rückmeldungen und Rückmeldung der Lernenden – nicht Nutzungszahlen.

REDAKTIONELLE VERTIEFUNG

KI an Schulen in Thüringen: den Pilot gemeinsam aushandeln

Ein Thüringer KI-Pilot wird belastbarer, wenn Lehrkräfte, Lernende und schulische Vertretungen Zweck und Grenzen vor dem Start gemeinsam prüfen. Verbindliche aktuelle Auskünfte kommen von zuständiger Landes- oder Schulbehörde, Schulträger und Datenschutzrolle; die hier vorgeschlagene Beteiligung ersetzt keine Rechtsberatung.

Beteiligung

Aus einem Anwendungswunsch eine gemeinsame Prüffrage machen

Das Schulentwicklungsteam startet nicht mit der Frage, welches Werkzeug eingeführt werden soll, sondern welches Lernproblem untersucht wird. In einer kurzen Werkstatt formulieren Lehrkräfte, Lernende und Vertretungen Erfolgskriterien, Befürchtungen und unverzichtbare Alternativen für einen begrenzten Versuch.

Aus den Beiträgen entsteht beispielsweise die Prüffrage, ob KI-Rückfragen beim Erklären eines Lösungswegs helfen, ohne Eigenleistung zu verdecken. Dissens bleibt dokumentiert; eine offene Sorge wird nicht durch Mehrheitsentscheidung automatisch fachlich oder organisatorisch erledigt.

  • Lernproblem vor Werkzeug wählen
  • Betroffene früh beteiligen
  • Offenen Dissens dokumentieren

Mandat

Mit klarer Laufzeit und überprüfbarem Auftrag starten

Der Pilotauftrag nennt Lerngruppe, Zeitraum, zulässige Nutzung, Datengrenzen, verantwortliche Personen und Abbruchkriterien. Vor der Entscheidung wird der aktuelle Stand mit der zuständigen Landes- oder Schulbehörde, dem Schulträger und der zuständigen Datenschutzrolle abgeglichen.

Alle Beteiligten erhalten eine verständliche Kurzfassung sowie einen Rückmeldeweg, der auch während des Versuchs genutzt werden kann. Neue Funktionen oder eine veränderte Datenverarbeitung gelten nicht automatisch als mitgenehmigt, sondern führen zu Pause und erneuter fachlicher Prüfung.

  • Auftrag zeitlich klar begrenzen
  • Abbruchkriterien vorab festlegen
  • Funktionsänderungen neu bewerten

Rechenschaft

Ergebnisse an die Beteiligten zurückgeben

Am Ende stellt das Team nicht nur Nutzungszahlen vor, sondern Beispiele für fachliche Verbesserung, ungeprüfte Übernahmen und zusätzliche Belastung. Lernende erläutern, wann Rückfragen hilfreich waren; Lehrkräfte zeigen, welche Kontrollen und Nachbesprechungen tatsächlich nötig wurden.

Die Entscheidung über Fortsetzung, Änderung oder Stopp wird mit den anfangs vereinbarten Kriterien begründet und an die schulischen Gremien zurückgespielt. Eine Fortsetzung erhält ein neues Prüfdatum, damit Zuständigkeiten und aktuelle Rahmenbedingungen nicht dauerhaft als geklärt behandelt werden.

  • Kontrastierende Fälle zeigen
  • Arbeitsbelastung offen bilanzieren
  • Fortsetzung erneut befristen

Ein Pilot, der eine Entscheidung ermöglicht

Anwendungsfall beschreiben, Rahmen und Rollen klären, ein Halbjahr begleitet erproben und entlang vorab gesetzter Kriterien auswerten.

FAQ

Häufige Fragen

Das hängt von Schulart und Umfang ab. Beteiligt sind in der Regel Schulleitung, schulische Gremien, der Schulträger für Ausstattung und Finanzierung sowie die Datenschutzrolle. Verbindliche Auskünfte geben Schulaufsicht und Schulträger.
Verarbeitungszweck, Datenarten, Rechtsgrundlage, Serverstandort und ein Auftragsverarbeitungsvertrag. Klären Sie außerdem, ob Lernende eigene Zugänge erhalten – daran hängen Einwilligungs- und Altersfragen.
Klein genug für Begleitung, groß genug für Aussagekraft: zwei bis drei Lerngruppen aus zwei Fachschaften über ein Halbjahr. Ein flächendeckender Start ohne Auswertung erzeugt vor allem Widerstand im Kollegium.
Nein. Sie strukturiert die Schritte und benennt die Fragen. Verbindliche Auskünfte zu Datenschutz und Schulrecht kommen von den zuständigen Stellen des Landes, vom Schulträger und von der schulischen Datenschutzrolle.

Starten Sie mit dem Plan, der am besten zu Ihnen passt.

Ob Schüler:in, einzelne Lehrkraft oder ganzes Kollegium – wir haben das richtige Angebot für Ihren Unterricht.

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