AUF EINEN BLICK
Was ein politisches Urteil von einer Meinung unterscheidet
Eine Meinung braucht keine Begründung, ein Urteil schon. Verlangt wird eine nachvollziehbare Abwägung: Welche Kriterien werden angelegt, wie schneiden die Optionen daran ab, und welche Position folgt daraus? Genau dieser Dreischritt fehlt in den meisten Antworten.
- Sachurteil: Wie wirkt eine Maßnahme tatsächlich, wer ist betroffen?
- Werturteil: Wie ist das zu bewerten, gemessen an welchem Maßstab?
- Typische Kategorien: Effizienz, Legitimität, Gerechtigkeit, Freiheit, Nachhaltigkeit.
- Die Gegenposition gehört in die Antwort – nicht als Strohmann, sondern in ihrer stärksten Form.