HINTERGRUND
Warum die gleiche Wahl mehr ist als eine Stimme pro Person
Der Grundsatz der gleichen Wahl bedeutet nicht nur, dass alle gleich viele Stimmen haben. Er verlangt auch, dass jede Stimme den gleichen Erfolgswert hat – also im gleichen Maß zur Sitzverteilung beiträgt.
Genau daran entzünden sich die meisten Auseinandersetzungen um das Wahlrecht: Sperrklauseln, Wahlkreiszuschnitte und Zuteilungsverfahren wirken sich unterschiedlich auf den Erfolgswert aus und werden deshalb regelmäßig gerichtlich überprüft.
Für Aufgaben bedeutet das: Der Grundsatz selbst ist sicher zitierbar, seine konkrete Ausgestaltung nicht. Wer beides trennt und aktuelle Regeln an offiziellen Quellen prüft, argumentiert fachlich sauber – und macht keine Angabe, die inzwischen überholt ist.
Aufgabentyp
Grundsatz mit Gegenbeispiel
Die geheime Wahl wird erklärt und an einem Fall gezeigt, der sie verletzen würde.
Aufgabentyp
Verfahren nachvollziehen
Der Weg von den abgegebenen Stimmen zur Sitzverteilung wird beschrieben, aktuelle Regeln werden mit Quelle belegt.
Rückmeldung
Behauptung ohne Quelle
Eine genannte Schwelle oder Mandatsregel ohne Beleg wird markiert – das ist die häufigste Fehlerquelle.